Der Filetshop



© Peter Erik Hillenbach © Peter Erik Hillenbach

Ein ungewöhnliches Geschäftsmodell schickt sich an, von Dortmund aus die Republik zu erobern: Mit dem Filetshop auf der Saarlandstraße eröffnete Ende April 2011 ein etwas anderer Laden für hochwertiges Rindfleisch. „Metzger“ kann und darf man das Geschäft neben dem beliebten Restaurant Kitchen Club nicht nennen. Es baumeln keine Würste von der Decke, dafür hängt großformatige Kunst an der Wand. Es liegt kein Aufschnitt in der Auslage, Schinken und Leberwurst sucht der Kunde vergebens. Stattdessen gibt es Filet. Und zwar nur Filet und nur vom Rind.

Shopleiter Marc Rose erläutert die Firmenphilosophie des von ihm und Martin Hesterberg gegründeten Unternehmens. Es soll per Franchisevergabe mit Shops in Essen, Düsseldorf und Berlin expandieren, immer nach dem Motto „Von der Weide in die Pfanne“. Über den günstigen Preis von ca. 21 Euro pro Kilo spricht man die Kunden an, die nebenan im gut sortierten Supermarkt genau das Doppelte bezahlen müssten. Marc Rose: „Wir führen wenige Produkte, die aber qualitativ hochwertig. Der günstige Preis kommt zustande, indem wir dem Erzeuger eine Tonne Filet auf einmal abkaufen.“ Es seien deutsche Erzeuger hauptsächlich aus Ostwestfalen, sagt Rose.

Das Rinderfilet wird ausschließlich vakuumverpackt angeboten. Die Stücke sind etwa ein bis anderthalb Kilo schwer und müssen im Ganzen und originalverpackt abgenommen werden. Es werden keine Tranchen geschnitten. „Wir sind Kaufleute, keine Metzger“, sagt Quereinsteiger Rose. Er verteilt lieber Infoblätter über die richtige Verarbeitung des Fleisches vor dem Braten. Würde er die Verpackung aufschneiden und dem Kunden Scheiben verkaufen, griffen ganz andere ordnungs- und gesundheitsamtliche Gesetze.

Etwa 80 Prozent der Kundschaft sind Privatleute aus dem Saarlandstraßenviertel, die rechnen können, sagt Rose. Zeitnah wolle man nun auch in den südlichen Stadtteilen Werbung machen. Bei dem günstigen Preis von knapp über 20 Euro sparen sich jedoch auch manche Gastronomen den Weg zur Metro und decken sich zunehmend bei ihm ein, sagt Rose. Darunter namhafte Dortmunder Häuser, aber auch etliche Trattorien und Pizzerien, die das Filet zu Carpaccio verarbeiten.

Außer Filet gibt es als einzige weitere Fleischsorte Jungbullen-Roastbeef für unter 20 Euro, das man wegen seines höheren Fettanteils gut zum Grillen verwenden kann. Zum Vegetarismus oder zur Frage, was denn mit den Fleischteilen eines Rindes geschehe, die nicht Filet sind, äußert sich Rose eher spärlich. Dafür hat er weitere Produkte auf Lager, die zum roten Fleisch passen: Gewürzmischungen, verschiedene Salze, Messer, gusseiserne Pfannen aus Ahlen (ein Drittel günstiger als die französischen Marken), demnächst auch passendes Bier und gute Weine. Wer genug bestellt, bekommt das Fleisch auch direkt zur nächsten Grillparty geliefert.


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Der Filetshop
Saarlandstraße 102
44139 Dortmund

Tel.: +49 (0)231 95096450

Öffnungszeiten
Mo - Sa: 10 - 19 Uhr

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