FairBleiben
Wer Ende September die FA!R-Messe in den Westfalenhallen besucht hat, wird so manchen Impuls für sein Alltagsleben mitgenommen haben – und künftig häufiger etwa Kaffee oder Schokolade aus fairem Handel kaufen. Die meisten Supermärkte führen mittlerweile ein entsprechendes Lebensmittelsortiment. Wie aber sieht es mit fair gehandelten Textilien aus? Die mussten bislang meist mit einem unmodischen Dritte-Welt-Image leben: zu bunt, zu wollig-rustikal, zu unförmig.
Ganz anders das Bild in Andrea von der Heydts Ladenlokal am Heiligen Weg. FairBleiben nennt sie ihr Geschäft programmatisch – und bietet fair gehandelte Mode von wirklich smarten Labels. Da entsteht gar nicht erst der Eindruck von „beiger Kratzjute“, wie die Besitzerin lacht. Stattdessen gibt es witzige politische Statements auf T-Shirts wie etwa den Esel, der auf einem Geschäftsmann reitet und ihn mit Banknoten lockt (LaissezFair, Köln). Robuste Jeanshemden aus Hanf (HempAge, Franken) mit großem Tragekomfort sind ebenso im Angebot wie sexy Baumwoll-Unterwäsche (Pants to Poverty, London) und seriöse bis elegante Mode für die Dame ab 40 (Göttin des Glücks, Wien).
Unüberschaubar wie Skaterlabels sind die Namen der Labels und Designer, die Andrea von der Heydt führt: Monkee, Thokk Thokk, Engel, El Puente, Kunayala und viele andere. Darüber hinaus gibt es ein Regal mit Zeitschriften und Magazinen aus dem Lohas-Sortiment (Lohas = Lifestyle of health and sustainability, also die Nachhaltigkeits-Hedonisten), darunter auch Vegetariertitel wie „Kochen ohne Knochen“, ferner Spielzeug, Einrichtungs- und Dekogegenstände aus recycelten Materialien. Hier tut sich besonders das St. Pauli-Label Lockengelöt hervor: diese Hamburger „Gelötemanufaktur“ steht für die „Zweckentfremdung von Alltagsgegenständen in Handarbeit“ – etwa für Schalen aus Vinylschallplatten.
In weitem Umkreis ist FairBleiben der einzige Shop seiner Art, der moderne Modelabels mit fair gehandelten Kollektionen führt. Ein Abstecher zum Heiligen Weg dauert von Olpe oder Kleppingstraße aus keine 10 Minuten zu Fuß. Der Weg lohnt sich.
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Heiliger Weg 48
44135 Dortmund
Tel.: +49 (0)2 31 53 46 15 52
Öffnungszeiten
Di-Fr: 11-18
Sa: 11-15 Uhr
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